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SPORT IN DER REGION

BildSonderheft Fußball Lokal 2010
BIETIGHEIM-BISSINGEN, 31. JULI 2010

Nur kein frühes Gegentor

Germania Bietigheim und FV Löchgau vor großen Aufgaben im WFV-Pokal

Die erste Runde im Pokal hat seine Reize. Wenn die Davids und Goliaths der Fußballszene in einem Pflichtspiel aufeinandertreffen, dreht sich alles um die Frage: Pflichtsieg oder Sensation?

Mariano Vivenzio und der SV Germania Bietigheim empfangen heute den Oberligisten SGV Freiberg. Das Ticket für die erste WFV-Pokal-Runde löste Germania bereits im Mai mit dem Bezirkspokalsieg gegen den FV Löchgau II. Foto: Avanti
Mariano Vivenzio und der SV Germania Bietigheim empfangen heute den Oberligisten SGV Freiberg. Das Ticket für die erste WFV-Pokal-Runde löste Germania bereits im Mai mit dem Bezirkspokalsieg gegen den FV Löchgau II. Foto: Avanti
Während für die Oberligisten das erste Pokalspiel den Startschuss in die Saison ist, stecken die tieferklassigeren Mannschaften noch mitten in der Vorbereitung. Für sie beginnt die Meisterschaft erst in drei Wochen, entsprechend unterschiedlich sind oftmals die Voraussetzungen.

Das gilt auch für das Lokalduell zwischen Bezirksligist SV Germania Bietigheim und Oberligist SGV Freiberg heute um 17 Uhr im Ellental. Zuversicht ist bei Spielertrainer Marco Bärschneider kaum zu erkennen, Hoffnung dafür umso mehr. "Sonst wären wir fehl am Platz", sagt Bärschneider, der als Ziel ausgibt: "Wir wollen in erster Linie ein gutes Spiel abliefern. Wenn wir Chancen haben wollen, müssen alle Spieler bereit sein, 100 Prozent abzurufen." Außerdem müsse die Mannschaft sich taktisch sehr gut anstellen und ein frühes Tor unbedingt vermieden werden. "Sonst ist das Spiel wahrscheinlich gegessen", meint Bärschneider, der von den Stammspielern auf Mittelfeldakteur Ibrahim Capkin verzichten und hinter Torhüter Adrian Latifi ein Fragezeichen setzen muss. Beide sind noch im Urlaub.

Als Underdog geht auch der FV Löchgau in die Partie. Um 17.30 Uhr empfängt der Landesligist die SG Sonnenhof Großaspach. Der finanzstarke Club aus der Regionalliga war vor zwei Jahren Pokalsieger und will den Gegner nicht unterschätzen. "Wir müssen auf Regionalliga-Niveau spielen", fordert Trainer Alexander Zorniger.

Gegen ein Spiel auf Regionalliga-Niveau hätte Löchgau-Coach Evangelos Sbonias freilich auch nichts einzuwenden. "Es muss aber schon viel zusammenkommen, dass wir gewinnen", formuliert er vorsichtig. Zunächst einmal freue die Mannschaft sich, gleich so einen Hochkaräter bekommen zu haben. Mut gibt den Löchgauern ihre beachtliche 0:4-Niederlage im Testspiel gegen den VfB Stuttgart II, ähnlich will man auch das Pokalspiel angehen. Mit hinten reinstellen, habe dies aber nichts zu tun, betont Sbonias, damit warte man nur auf ein Gegentor. "Wir müssen kompakt stehen, aggressiv gegen den Ball arbeiten. Das erfordert Disziplin und viel Laufen." Die Frage wird wohl sein, wie lange sich das gegen den spielstarken Gegner durchhalten lässt. Sbonias jedenfalls gibt sich zuversichtlich: "Je länger es 0:0 steht, desto besser für uns. Und vielleicht wird Sonnenhof dann ein wenig nervös."

Von Nervosität ist beim VfB Neckarrems nichts zur spüren. Der Favorit möchte das Spiel beim Bezirkspokalsieger in Rems-Murr, dem SV Remshalden, heute um 17 Uhr, unbedingt gewinnen, um nächsten Mittwoch auf Oberliga-Konkurrent SGV Freiberg treffen zu können. Für Abteilungsleiter Robert Dannecker wäre das "eine gute Standortbestimmung vor dem Ligastart". Daher sei ein Sieg Pflicht. "Die Mannschaft ist gut drauf und nimmt auch unterklassige Gegner ernst", sagt Dannecker, der sich vorstellen kann, dass Trainer Markus Koch dem einen oder anderen noch eine Chance gibt, sich zu zeigen, und Stammspieler wie Haris Krak, der noch Trainingsrückstand hat, schont. Die Mehrbelastung des Pokals zur ohnehin schon anstrengenden Oberliga-Saison sieht Dannecker gelassen: "Jeder spielt doch lieber, als zu trainieren. Außerdem haben wir dieses Jahr einen breiten Kader, bei dem man auch mal wechseln kann."

Zeitgleich bestreitet Verbandsligist Spvgg 07 Ludwigsburg seine Partie beim Landesligisten SV Fellbach. Die Ludwigsburger, die vergangene Woche noch Neckarrems besiegten und am Ende gar das Amateur-Turnier in Freiberg gewannen, sind in Fellbach Favorit und möchten eine ähnlich erfolgreiche Pokalrunde spielen wie zuletzt vor zwei Jahren. Damals stand Ludwigsburg sogar im Finale, verlor aber gegen Sonnenhof Großaspach.

Bei deren zweiter Mannschaft ist der FV Ingersheim morgen um 17 Uhr zu Gast. Das Team von Trainer Thilo Koch startet als letzter Enz-Murr-Vertreter gegen den Konkurrenten aus der Landesliga in den Pokal. Im Moment befinde man sich aber noch im Trainingslager, das Pokalspiel gehe man entspannt an, sagt Koch. Wegen nicht geklärter Passmodalitäten könne er über die Aufstellung nichts sagen, eine Einschätzung sei daher schwierig. Ohnehin erklärt er: "Der Pokal gilt nicht unserem Hauptinteresse, wir wollen uns diese Saison auf die Liga konzentrieren." Paul Nehf
Kooperationen

Auch für die Mountainbike-Disziplinen gibt es mittlerweile regelmäßig Weltmeisterschaften.

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